6 Menschen und eine Mission: Waschmittel selber machen.

6 Menschen, Messer, Holzbrett, Fleischwolf, Kastanienberge und eine Mission: Waschmittel selber machen.

Mit viel Freude haben wir gemeinsam Gespalten und gekurbelt. Uns ausgetauscht und gegenseitig bereichert. Und gegrübelt, wie wir die Prozesse verfeiert werden können. Heraus kam: Berge an Kastaniennuggets! Und Vorfreude aufs Waschen.

Zusammen gehts halt einfach einfacher! Danke für den schönen
Nachmittag : )

Anleitung

Sammeln:

Nur frisch gefallene Kastanien sammeln. Am besten noch in der Schale.
Sie sollten mit der weißlichen Seite nicht im Dreck gelegen haben.

Ganz besonders wichtig: Sie sollten keinen Regen abgekommen haben, sonst schimmeln die Kastanien .

Wenn Du nicht gleich in die Verabeitung gehst, dann kühl und trocken lagern. Nebeneinander auf Papier oder Stoff.

Verarbeitung:

  • Ca. 3kg Kastanien pro Person (reicht für ein Jahr)
  • Großes Messer
  • Brettchen
  • Fleischwolf/Küchenmaschine

 

  • Mit Messer auf Brettchen die Kastanien vierteln
  • Mit Schale für Buntwäsche und ohne Schale für Weißwäsche durch den Fleischwolf drehen, so dass ‚Nuggets‘ entstehen
  • Jetzt müssen die Kastaniennuggets trocknen. Die Nuggets müssen
    vollständig austrocknen, sonst schimmeln sie später im Glas. Am besten auf Backblech oder Rost mit Küchentuch drauf. Dann auf die Heizung oder  in den Backofen bei eingeschalteter Lampe und leicht geöffneter Tür
  • Wenn vollständig getrocknet, dann in ein Glas abfüllen

Waschen:

Ca. 2 EL Nuggets mit heißem Wasser übergiessen (ca. 3x so viel) und für 30 min einweichen lassen.

Dann den trüben Sud durch ein Sieb direkt in das Waschmittelfach in der Waschmaschine gießen. Bei Bedarf ätherisches Öl hinzu. Hier bitte das Etikett genau  beachten. Manche Öle sind schädigend für die Natur.

Die Nuggets können bis zu dreimal mit heißem Wasser übergossen werden. Am besten Waschtag mit drei Waschladungen einplanen. Ansonsten müssen die Nuggets getrocknet werden, da sie sonst schimmeln.

Weitere Verwendung

  • Spüli – hält allerdings nicht lange: Schimmelgefahr
  • Badezusatz (hatte ich als Kind in der ‚Tu was‘ gefunden 🙂
  • Weitere Ideen? Gerne an mich: pk@burghoffdesign.de

TERRA VIVA beim Nordendfest 2017

Über gesunde Ernährung zu informieren war auch beim 8. Nordendfest auf dem Goetheplatz wieder das Anliegen von TERRA VIVA. An unserem gut besetzten Stand wurden zwei leckere Dips vor den Augen des Publikums vorbereitet und zum Probieren verteilt. Außerdem stellten wir unsere regionalen Bio-Erzeuger vor. Und wie schon beim letzten Mal konnten die kleinen Festbesucher ihr Wissen unter Beweis stellen, wann welches Gemüse oder Obst Saison hat, und einen knackigen Streuobstwiesen-Apfel gewinnen. Schön, dass dies immer noch ein attraktiver Preis für viele Kinder ist.

Während der knapp vier Stunden kam es zu interessanten Gesprächen mit Bewohnern und sogar einem Interview mit der Presse. Trotz zeitweiser dunkler Wolken hielt zum Glück diesmal auch das Wetter, so dass wir nicht wie beim letzten Mal klitschnass wurden.

Hier die Rezepte zum Nachmachen:

Pikant-würziger Erdnussbohnendip

* 250 g Erdnussmus
* 2 Dosen Kidneybohnen
* 1 kleine Zehe Knoblauch
* ca. 3 reife Tomaten
* frische (glatte) Petersilie nach Geschmack
* jeweils eine Prise Salz, Pfeffer, Oregano

Bohnen waschen und abtropfen lassen. Das Erdnussmus, die Bohnen, Knobi und Gewürze in einem tiefen Gefäß pürieren. Dabei etwas Wasser hinzugeben, bis eine cremige Masse entsteht. Die Tomaten und die Petersilie fein hacken und unterheben.

Deftig-feiner Zucchini-Dill-Senf-Dip

* mittelgroße Zucchini (wahlweise auch Gurke)
* ca. 100 – 200g Sonnenblumenkerne
* ca. 2 EL mittelscharfer Senf
* Bund Dill
* ca. 3 EL Hefeflocken
* kleiner Schuss Zitrone
* Salz, Pfeffer

Die Zucchini sehr grob hacken und mit den Sonnenblumenkernen pürieren. Dabei Wasser hinzugeben, bis eine cremige Masse entsteht. Senf, Schuss Zitrone und Hefeflocken hinzugeben, noch einmal kurz pürieren. Dill fein hacken, unterheben und mit Salz + Pfeffer abschmecken.

Saatb**ben basteln

Am vergangenen Samstag (8.4.2017) haben die Mitglieder von TerraViva e.V. “bombastisch” viel Spaß gehabt: Wir haben zusammen Saatb**ben (hallo NSA!) selbst hergestellt, sind dabei sehr dreckig geworden und haben sehr viel gelacht.

Am Mischpult standen alle Zutaten. Für sechs Saatb**ben benötigt man:

  • 4 Esslöffel torffreie Erde
  • 1 Esslöffel Kompost
  • 1 Esslöffel Ton oder Lehm
  • 1 Teelöffel Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesaat nach Wahl
  • etwas Wasser

Ab in die Schüssel und umrühren. Dann wird’s richtig dreckig: mit den Händen zusammen pressen und Bällchen daraus formen. Alle Größen waren dabei – vom Dinosaurier- bis hin zum Wachtelei. Egal wie groß oder klein, die Saatb**ben lassen sich prima im Eierkarton aufbewahren, bis man bereit ist, sie zu benutzen. Entweder lagert man sie so, dass sie trocknen und man später verwenden kann. Oder man haut sie innerhalb von vier Tagen frisch raus. Hauptsache werfen, am besten, wo die Stadt etwas grün noch vertragen könnte, oder an Stellen, die brach liegen, aber schwer erreichbar sind. Dann kommt der Regen und alles vermischt sich mit dem Boden und fängt an, zu keimen. Unser Saatgut war besonders geeignet, um Bienen, Schmetterlinge und Vögel anzulocken. Manche hatten auch Kürbiskerne und Chilisamen drin, weil man Essbares nie genug haben kann.

Einfach mal ausprobieren, es ist wirklich super leicht, macht bombig Spaß und mehr Grünes geht immer 😉

Klimagourmet-Woche 2016 – wir waren dabei!

Im Rahmen der Klimagourmet-Woche 2016 lud TERRA VIVA am Samstag, 24.9. bewusste Verbraucher in ihre Räumlichkeiten im Offenbacher Nordend ein, um das Konzept „FoodCoop“ vorzustellen. Bei herrlichstem Spätsommerwetter fanden sich rund 10 Interessierte aus Frankfurt und Umgebung in der Bettinastraße 25 ein und ließen sich von Vereinsmitgliedern über alle Fragen rund um die Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft informieren: von der Gründung des Vereins über die Beschaffung von saisonalen, regionalen, biologischen und fair gehandelten Lebensmitteln bis hin zu unserem Bestellsystem. Nach Beendigung des offiziellen Teils ließen es sich die anwesenden Vereinsmitglieder bei selbstgekeltertem Apfelsaft und selbstgezüchteter Mini-Melone noch weitere zwei Stunden in der Sonne gutgehen und diskutierten aktuelle Themen aus der FoodCoop.

p1120050p1120053p1120055p1120054p1120056p1120048

Phönix Hausmesse am 13. März in Rosbach

Biologisch, saisonal, regional – nach diesen Kriterien wählen wir unsere direkten Lieferanten aus. Was wir dort nicht erhalten oder wenn die Bestellmengen zu klein sind, bekommen wir alle zwei Wochen vom Bio-Großhandel Phönix aus Rosbach geliefert.

Gelegenheit, uns dort genauer umzusehen und die Lieferanten persönlich kennenzulernen, bot die Phönix Hausmesse am 13. März. Pünktlich um 11 Uhr starteten Manuela, Sandy, Justine und Nikolaj mit dem Auto nach Rosbach. Nach einer halben Stunde erreichten wir das am Feldrand neben den Rosbacher Mineralbrunnen gelegene Phönix-Lager.

Dort präsentierten sich rund 70 regionale und überregionale Erzeuger und Hersteller – vom Bio-Waschmittel bis zum Bio-Tierfutter, von mediterranen Bio-Lebensmitteln bis zum deutschen Bio-Wein. An den Ständen wurde freundlich und ausführlich über das Produktsortiment informiert und natürlich Proben gereicht. Was nicht direkt am Stand von uns konsumiert wurde, kam in diverse Tüten und Taschen und wurde im TERRA VIVA Laden zum Testen und Probieren für alle Mitglieder (samt Vereinsvierbeiner) ausgelegt. Vielleicht kommt der ein oder die andere ja auf den Geschmack.

Ein weiterer interessanter Punkt war die Gelegenheit, sich das Phönix-Lager im Rahmen einer Führung anzuschauen. Die hochmodernen Räume waren gerade umgebaut worden, da Phönix und sein Nachbar Räume getauscht hatten. Zunächst wurden wir in den überraschend leeren Kühlraum geführt, der auf Minus 25 Grad gekühlt war. Brrr! Bevor wir – trotz Winterjacken – Eiszapfen ansetzen konnten, ging’s in den „wärmsten“ Kühlraum, den für die Bananen. Auch hier waren noch genügend Kapazitäten für weitere Ware vorhanden.

Die Tour führte weiter durch die verschieden temperierten Lager für Südfrüchte, Gemüse und Molkereiprodukte. Sogar die ersten heimischen Salatköpfe der Saison konnten wir bestaunen.

Durch das riesige Getränkelager gelangten wir zu den Regalen für Kosmetik und andere Nonfood-Produkte. Erstaunlich waren die zum Teil kleinen Verpackungseinheiten, die dort lagerten: 10 Cremes von der einen Sorte, 10 Packungen Massageöl von der anderen. Dafür in allen Variationen. Dass es sich überhaupt lohnt, eine solch große Bandbreite mit relativ geringen Mengen anzubieten, verwundert. Auch die Zusammenstellung der Warenlieferungen für die Abnehmer geht noch wie früher „per Hand“. Mit einem Klemmbrett bewaffnet, gehen die Lagermitarbeiter die komplette Bestellliste durch und laden dann jedes Teil auf den Wagen. Scanner oder Barcodes sucht man hier vergebens.

In den rund drei Stunden auf der Messe haben wir viele interessante Einblicke gewonnen, wo unsere Phönix-Produkte herkommen, und Gelegenheit gehabt zum Gespräch und zum Probieren. Phönix präsentierte sich als professioneller Großhändler mit hochmodernen Lagerhallen und viel Handarbeit bei der Lagerhaltung.